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So. Hier ist der versprochene zweite Teil meiner Voodoo Serie. Dieses mal widmen wir unseren Blick wieder etwas der Fotografie zu. Die heutige Künstlerin heisst Leah Gordon. Seit sie das erste Mal Haiti besucht hatte im Jahre 1991, haben ihr die Traditionen und Kultur so fasziniert, dass sie von da an diese Momente und Impressionen mit ihrer Kamera festhielt. Anmerkung: Schon mutig von ihr in diesen Zeiten einfach nach Haiti zu reisen- Dikator? Militärische Übergriffe? Hm.. zurück zum Thema. Besonders hervorheben möchte ich eine Arbeit von ihr mit dem Namen "Kanaval". Kanaval bedeutet nichts anderes als Karneval. Jedes Jahr feiert ein kleines Städtchen (Jacmel) im Süden von Haiti ihr "Kanaval". Karneval? klingt nach einer kunterbunten Feier mit viel Konfetti und tollen Outfits. Aber nein, Falsch gedacht. Sieht man die Fotos von Leah Gordon dann sieht es eher alles nach einem schaurigen Gruselkabinett aus- okay, die Outfits sind toll, dass muss ich einräumen. Mit Konfetti hat das aber alles eher nicht zu tun. Was wird dort nun gefeiert? Eigentlich haben alle karibischen Festivals ihre Wurzeln im europäischen Mittelalter, somit hat auch der Karneval ihren Ursprung dort. Aber auch ihre Religion "Voodoo" nahmen sie mit. Somit wurde Voodoo ihre haitische Kultur, Widerstand und Kampfmittel(Siehe haitische Revolution). In dem alljährlichen Karneval wird die damalige Geschichte Haitis wieder lebendig und ihre Geschichte wird wieder erzählt. Deswegen auch oft die Paarung von Voodoo und aristokratischen Outfits, aber alles nur schmutziger und wilder. Jedes Outfit hat auch meist eine spezielle Bedeutung oder Bezug zu der damaligen Geschichte. Ich möchte euch ein Beispiel nennen: Die Chaloskas, sind Personen in grotesken Militäruniformen mit riesigen Lippen und Büffelzähnen. Sie basieren auf den damaligen und brutalen Polizeichef Charles Oscar in Jacmel. 1912 nahm die Bevölkerung grausame Rache an ihm- zerissen ihn in Stücke und verbrannten ihn anschließend. Jetzt soll dieses Bild als Warnung für neue 'Oscars'stehen. Ja, schön grausig. Aber jetzt möchte ich euch diese tollen Bilder nicht länger vorenthalten und euch dieses surrealistisches Geschehen zeigen. Die Fotos sind innerhalb von 14 Jahren entstanden- 1995 bis 2009.
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7# Chaloskas
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Nein, der Titel des Posts La vie en rose (Life in Pink) bezieht sich nicht auf den Film über Edith Piaf. Die Reise geht nach Zentralafrika. Um genau zu sein in den Kongo. Es geht hierbei auch nicht um das Leben einer Person, sondern einer Masse. Denkt man an den Kongo dann kommen eine schlimme Bilder von Krieg, Gewalt, Plünderung, Milizen usw. in den Sinn. Betrachtet man die Bilder von Richard Mosse dann entsteht eine vollkommen entrückte Welt. Alice in Wunderland oder auch Jimi Hendrix treten in den Raum. Es wirkt auf einmal alles total magisch und psychedelisch... halt irgendwie wie Jimi Hendrix auf dem "Are you Experienced" Album Cover. 2 Jahre lang hat Richard Mosse den Osten von Kongo bereist und an seine neuer Serie Infra gearbeitet. Es ist nicht seine erste Arbeit in einem Gebiet, wo die Geschichte im Land grausam und brutal ist. Schon im Jahre 2008 hat er eine Fotoreihe zum Iraq- Krieg veröffentlicht. Was ist seine Motivation? Er ist geleitet von der Doppeldeutigkeit der Fotografie und dem Wunsch die traumatische, kulturelle Geschichte eines Landes nochmals zu besuchen und neu zu schreiben. In seinem Projekt Infra,
"Mosse documented the ongoing war in the Democratic Republic of Congo using a discontinued type of color infrared surveillance film called Kodak Aerochrome to offer a stunning and radical rethinking of how to depict a complex and intractable conflict. With film that is extra sensitive to green light, he renders the rich typography of the country as well as the camouflage of the Congolese army and combative rebel groups in vivid hues of lavender, crimson, and hot pink. This is Mosse’s first monograph, co-published by Aperture and the Pulitzer Center on Crisis Reporting. These improbably colored images underline the growing tension between art, fiction, and traditional photojournalism as a way of portraying and communicating the impact of war. Mosse states that the collection works “through shocks to the imagination,” using photography’s unique ability “to make visible what cannot be perceived.” ". (http://www.aperture.org/exposures/?p=14093)
Drückt es am besten aus.
1# Nowhere To Run 2010
2# Taking Tiger Mountain 2011
3# Come Out (1966) 2011
4# Growing Up In Public 2011
5# Even Better Than The Real Thing 2011
6# House Of Cards V 2011
7#
8# Men Of Good Fortune 2011
9# Colonel Soleil's Boys 2010
10# General Février 2010
11# Sticky Fingers or LICK THAT SHIT 2011
12# Vintage Violence North Kivu, Eastern Congo, 2011